20060602

Beziehung

Das Verhältnis zwischen Illusion und Realität.
(Wir reden uns ein, es würde bedeuten, aber wir sind allein.)

20060601

Zerbrochene

Sah nur das, was ich sehen wollte.
(Eine Verzerrung. Ein Spiegel. Ein Stück zerbrochenes Glas.)

Heile mich.
(In der Isolation liegt die Erkenntnis. Die Erkenntnis bringt die Isolation.)

Ich bin des Kämpfens müde.
(Drift in bedeutungslosen Schlaf aus Ermangelung an Sinn.)

Fall

Ein Abschied.
(Herz unsagbar schwer und unterdrückte Tränen, die zur Oberfläche wollen.)

Es bedeutet so viel und hinterlässt nur die vagen Erinnerungen an undefinierbare, bessere Tage. Hastige, unachtsame Flucht aus dem unbarmherzigen Schraubstock der Gesellschaft. Zu schwach, um stehen geblieben zu sein. Scham erdrückt und löst die mühsam errichtete Mauer Stein um Stein.

Die letzten Tage sind angebrochen. Die Wahrheit ist hoffnungslos und kalt. Das Leben eine Aneinanderreihung von Versagen und versagt werden. Ein ständiges Trauern und Vergehen. Hier findest du keinen erquickenden Schlaf.

Lauf weiter!
(In den Untergang./Auch wenn es sinnlos ist.)

20060530

Lebenszeichen

Die Maschinen piepsen wieder und zeugen vom klinischen Leben. Kalt ist die Wahrheit und abgrundtief. Während des letzten verzweifelten Aufbäumens bringt der Sturm den Frost.

Falsch und leer.
(Ich weiß, es bedeutet nichts.)

20060527

Absent

(Gezwungen.)

20060523

Am Abgrund

Hinter den kalten Schatten.
Es atmet sich so unsagbar schwer.
(Fensterrahmen.)

20060522

Zerfall

Im Schatten der Bäume liegt sie begraben.
Immer noch quillt sie, voll uralter Narben.
Das Schweigen die Quelle an der wir uns laben.
Die Sehnsucht, sie lebt nun in besseren Tagen.

Abfahrt

Stein um Stein.
(Last fällt, mich zu erdrücken.)

Goldkronen

Der Himmel öffnete sich für einen Moment und Sonne fiel wie Napalm.
Wir entkrochen den Schattengerüsten und warfen einen letzten Blick aufs Leben.
Der anbrechende Regen riss die keimende Hoffnung mit Urgewalt hinfort.
Das Feuer wusch uns rein, während die Welt in Flammen überging.

Wolkenbruch

Vergeht die Zeit oder vergeht das Leben?

20060521

Abbruch

Ewiger Trott im Grau.
Ein Sumpf aus Zeitlupensequenzen.
Die Träume sind lange tot.
Siechend und zermürbend schleppt sich der unausweichliche Schatten weiter.
Zum absehbaren Ende.
Ich kann es sehen.
Ich kann es fühlen.
Die Endzeit erwartet.

Isolation

Bald breche ich ihn ab, den letzten Rest von dem, was übrig blieb.
Ziehe weit weg und entfliehe den Fängen der Gewohnheit.
Irgendwo anders ein neues Leben anzufangen.
Ich sehne mich so sehr.

Glut

Funken bersten und zermalmen, was noch übrig blieb.
Ich brechen durch die Kälte zum Vergehen.
Der Hunger kurz besänftigt, nie gesättigt.
Es fühlt sich so falsch an, hier zu sein.

Spur des Feuers

Die Straße ein endloser Strich bis in den fernen Horizont.
Niemand haust in den lange verfallenen Ruinen am Wegesrand.
Die Scheinwerfer erhaschen flüchtige Blicke von Tierkadavern.
Eine Fahrt durch die Nacht, eine Fahrt in die Nacht.

Flammenmeer

Ein kalter Hauch von Zuversicht bahnt sich durch die leeren Straßen.
Regen fällt im Licht der Laterne gleich tanzenden Wracks.
Sehnsucht in Brand gesetzt und die Kontrolle verloren.
Wir sind nicht mehr als Begrabene des Infernos.

Inferno

Der Kontakt brennt wie Balsam auf der fahlen Haut.
Im matten Schimmer der Reflektion für einen Moment geborgen.
Meine müden Augen streifen suchend durch das Flammenmeer.
Auf der Suche nach dir habe ich mich selbst verloren.

20060520

Signal

~136Hz

(Tendenz fallend.)

Thema 1

Der Hall steht als Barriere im Raum. Halte einen Moment an und die Welt bricht in tausend kleine Splitter.

Lass sie nicht entgleiten. / Drifte ins verheißungsvolle Nichts.

Regen

Zeitlos.
Stillstand und Wiedergeburt.
Wir stehen in tiefem Wasser.
Ein Traum, der überdauert.
Die Sehnsucht erschafft Momente der Klarheit und des Zerfalls.
Was bin ich außer einem Schwerelosen auf der Suche nach der Zeit?

20060518

Augenränder

Will ihn denn keiner sehen?
(Den Hunger nach dem Tod.)
Will ihn denn keiner sehen?
(Den Hunger bis zum Tod.)

Trüb

Alter Feind Freundlichkeit.
Begleiter auf allen Wegen.
Ins Desinteresse und fort.
Unauffällig und überflüssig.

Graue Augen sehen auf den Grund.
Durch den Geist.
Durch den langweiligen, blassen Geist.
Ich langweile so.

Ist meine Präsenz so unerträglich?
Mache ich die Tage nicht unsagbar schwer?
Jeder Schnitt hebt die Last,
Entblösst die Wahrheit ein kleines bißchen mehr...

20060517

Schwelle

Unverhofft.
(Wärmestrahlen.)

Himmlisch.

20060515

Sog

Hinter den Schatten. Am Rande des Verstandes. Euphorie und Chaos. Der drohende Untergang.

Seelische Vorbereitung auf Morgen.